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KAPITEL 13:

10 – Vermeiden und bekämpfen Sie Frust und Stress

Emotionales Essen – Heißhunger

Einer der größten „Förderer“ von Übergewicht und einer der schlimmsten Feinde eines schon erreichten Wunschgewichtes ist das emotionale Essen, oder deutlicher ausgedrückt das wiederholte Überessen.

Woher kommt es? Wie kann man es definieren?

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Am besten wohl damit, dass man Ess- um nicht zu sagen Fressgelage herbeiführt, um Gefühle nicht hochkommen zu lassen, vor allem, wenn es sich um negative handelt. Man weiß womöglich, dass es besser wäre, alles Mögliche zu unternehmen, unangenehme oder einfach zu starke Gefühle durch positive Gefühle zu ersetzen. Doch ein unbedenkliches positives Empfinden ist bereits durch die positiven Gefühle besetzt, die mit dem Essen verbunden werden.

Für manche Menschen stellt emotionales Essen nur ein gelegentliches Phänomen dar, etwa bei sehr starkem Stress oder bei dem Versuch, eine oberflächliche Traumatisierung zu überwinden. Ähnlichkeiten zum Alkoholmissbrauch liegen nahe, und Alkohol und übertriebenes Essen verbinden sich dann.

Bei anderen Menschen dagegen kommt es in so starkem und gehäuftem Maße vor, dass man schon von einer ausgeprägten Essstörung sprechen muss, also einer seelischen Erkrankung. Nach der Auffassung von Experten müssen bis zu 75 Prozent von Fällen des Überessens auf das emotionale Essen zurückgeführt werden.

Dieses kann seine Ursache in Depressionen, Einsamkeitsgefühlen, permanenter Verärgerung, Dauerstress, unbewältigten Ängsten, Frustrationen, Beziehungsproblemen oder mangelndem Selbstbewusstsein haben.

Führt emotionales Essen dann auch noch zu Übergewicht, können sich die Ursachen verstärken und es bewirkt das Gegenteil von dem, wogegen sich das Essverhalten eigentlich richtet. Es entsteht auch ein Teufelskreis mit der Frage, ob das emotionale Essen Krankheit auslöst oder Ergebnis der Krankheit ist. Ist massives Übergewicht die Folge von emotionalem Essen, wird es wichtig, zu untersuchen, ob dann nicht auch das Übergewicht schon eine Erkrankung für sich geworden ist, gegen die ein Kurieren an Symptomen, also das bloße Abnehmen nicht mehr reicht.

Ein Opfer des emotionalen Essens kann dieses oft nicht mehr selbst erkennen und braucht genaue Beobachtung von außen. Hilfreich können bei der Untersuchung und womöglich noch bei der Selbstbeobachtung die sogenannten Auslöser sein, die Trigger.

Man kennt fünf Hauptkategorien von Auslösern des emotionalen Essens:

1) Soziale Auslöser:

Der Betroffene isst aus Angst, isst zu viel wegen Ermutigung, wegen Anpassung an den Gruppenzwang oder wegen Streit bzw. starken Erregungen bezüglich Personen in seiner direkten Umgebung (Beziehungskonflikt).

2) Situative Auslöser:

Man isst einfach, weil das Essen da ist. Man will im Lokal keinen leeren Teller zurückgeben. Man isst einen zusätzlichen Döner (Hamburger, Currywurst, Leberkäs-Semmel, usw.), weil die Dönerbude so praktisch am täglichen Weg zur Arbeit liegt. Man isst, weil man vor dem Fernseher hockt oder im Kino einfach daran gewöhnt ist.

3) Emotionale Auslöser:

Dies sind die schon erwähnten Gründe, wie Langeweile, Ängste, Depressionen, Einsamkeit, Untätigkeit oder auch Müdigkeit.

4) Gedankliche Auslöser:

Niedriges Selbstwertgefühl, Mangel an Willenskraft oder Durchsetzungsvermögen, Selbstverärgerung wegen der Essgewohnheiten oder eines Rückfalls.

5) Körperliche Auslöser:

Essen gegen Schmerzen, Fehleinschätzung nach Hungerunterdrückung, mit Heißhunger als spontaner Folge.

Soweit das Überessen nicht schon krankhaft eingebrannt ist, nicht mehr selbst erkannt werden kann, ist ein schon früher empfohlenes Essens-Tagebuch ein gutes Hilfsmittel, den Grund für das Überessen herauszufinden. Bei einem solchen Essens-Tagebuch sollten nicht nur Art, Menge und Zeit festgehalten werden, sondern auch die mit der Nahrungsaufnahme verbundenen Gefühle.

Gefährlich wird es dann, wenn das emotionale Essen als Belohnungsprinzip eingesetzt wird, wenn die mit dem Essen verbundenen Gefühle alle anderen positiven Gefühle zu verdrängen beginnen. Dann geht es meist ohne (professionelle) Hilfe von außen nicht mehr, das Überessen und damit das daraus resultierende Übergewicht, den Rückfall zu vermeiden.

Da hier psychische Grenzen überschritten werden können, ist es auch schwierig vorher zu sagen, bis zu welchem Punkt eine ehrliche Selbsteinschätzung noch stattfinden kann.

Sollten Sie Gründe für Ihr Überessen, für den Rückfall finden und als solche erkennen, sind Sie eigentlich in der Lage, die Ausgangslage zu beeinflussen. Sie können dann die gefährlichen Gefühle bzw. Auslöser, durch andere Gefühle und Verhalten ersetzen.

Ideen, um das Überessen zu stoppen

Es gibt viele verschiedene Aktivitäten, die als „Heilmittel“ gegen das emotionale Essen angewendet werden können, aber Sie werden experimentieren müssen, um herauszufinden, welche am besten für Sie geeignet sind. Hier sind einige Ideen für Tätigkeiten, die Ihnen helfen könnten, Ihre Gefühle positiv zu verändern und Auslöser zu vermeiden:

– Gehen Sie Spazieren
– Lesen Sie ein Buch
– Hören Sie entspannende oder anregende Musik
– Nehmen Sie ein schönes ausgiebiges Bad
– Nehmen Sie einige tiefe Atemzüge
– Versuchen Sie es mit Meditation
– Sprechen Sie mit einem Freund
– Spielen Sie ein Spiel
– Stürzen Sie sich in Hausarbeit oder räumen sie Garage – Speicher – Keller auf
– Schreiben Sie einen Brief oder erledigen Sie liegengebliebenen Bürokram
– Versuchen Sie, sich zu entspannen
– Unternehmen Sie irgendetwas, das keine Kalorien bringt, sondern frei setzt

Wenn Sie einige dieser alternativen Tätigkeiten ohne viel Erfolg versucht haben sollten, Ihr emotionales Essen einzudämmen, sollten Sie Beratung und Hilfe von einer Einzelperson oder einer Gruppe suchen. Es geht schließlich darum, heraus zu finden, warum Sie zum Überessen neigen und was Sie dagegen unternehmen können.

Beherzigen Sie Folgendes:

Gelegentliche Essanfälle und Heißhunger sind noch kein Weltuntergang, wenn es bei dem „Gelegentlich“ bleibt. Ohne hier gleich von einer Krankheit der Psyche zu sprechen, ein schiefer Vergleich aus der Medizin. Bei Suchterkrankungen wie der Alkoholabhängigkeit sagt man heute, dass ein Rückfall ein Teil der Krankheit ist.

Wenn aber aus dem Gelegentlich ein Immer Öfter wird, dann liegt die Diagnose einer Erkrankung nahe.

Wenn Sie so ehrlich sein können, dass Sie sich sagen müssen, dass Sie nicht mehr weiter wissen, dann suchen Sie fachlichen und medizinischen Rat.

Ein vereinzelter Essanfall kann Schwäche sein, die Sie mit Ihrem Bewusstsein und Willen selbst überwinden können. Fress-Sucht ist eine Krankheit, die behandelt werden muss und keine „moralische Schwäche“.

 

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